Themenaufstellungen

Es gibt Motive in Geschichten und Filmen, aber auch Namen, Orte, Berufe, Häuser und andere Themen – wie Geld und Erfolg – die Artefakte unseres Lebens sind und eine besondere Wirkung auf uns haben.
In einer Themenaufstellung kann über Märchen das, was uns berührt, zum Spiegel der eigenen Lebenswelt werden. Figuren, Beziehungen, Orte oder einzelne Motive eröffnen die Möglichkeit, die persönlichen Ursprünge und Zusammenhänge unserer eigenen Gedanken und Gefühlen besser zu verstehen.

Meine Arbeit versteht Themenaufstellungen als Möglichkeit, den oft verborgenen Bedeutungen im Lebensskript Beachtung zu schenken und zu erkennen was uns bewegt.

Auf einen Blick

Für wen

Menschen, die sich von einer Geschichte, einem Bild oder einem wiederkehrenden Motiv besonders angesprochen fühlen und dessen persönliche Bedeutung erkunden möchten.

Ablauf

Elemente einer Geschichte oder eines Themas werden ausgewählt, aufgestellt und durch Spiegeln in ihrer Wirkung und Beziehung zueinander betrachtet.

Dauer

Wochenendseminar.

Ziel

Die Zusammenhänge der eigenen Lebensthemen in den Symbolen und Geschichten anderer zu erkennen.

Meine Arbeitsweise

Entscheidend ist, was eine Geschichte im einzelnen Menschen berührt.

Märchen, Namen, Orte, Geld, Berufe oder Häuser tragen oftmals Bilder und Bedeutungen in sich, die weit über ihre äußere Erscheinung hinausreichen.

In einer Themenaufstellung interessieren uns deshalb weniger allgemeine Deutungen als die Frage:

Welche Bedeutung hat dieses Thema für den Menschen, der ihm begegnet?

Die Aufstellung eröffnet einen Erfahrungsraum, in dem persönliche Wahrnehmung, Resonanz und Symbolik miteinander in Beziehung treten können.

Ein Märchen, eine Figur, ein Ort oder ein bestimmtes Geschehen kann für zwei Menschen etwas völlig Unterschiedliches bedeuten.

Im Entdecken entstehen häufig überraschende Einsichten, die sich nicht aus theoretischem Wissen, sondern aus dem gemeinsamen Erleben entwickeln.

Dabei geht es nicht darum, einem Märchen eine fertige Deutung zu geben. Ich begleite vielmehr den Prozess, in dem der Einzelne entdecken kann, welche eigenen Erfahrungen, Gedanken, Gefühle oder Lebensthemen sich in dem gewählten Stoff spiegeln.

Hintergrund und Philosophie

Seit Menschen miteinander leben, erzählen sie sich Geschichten. Märchen, Mythen und Erzählungen handeln von Liebe und Verlust, Angst und Mut, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Macht, Schuld, Hoffnung, Aufbruch und Heimkehr. Sie erzählen von Erfahrungen, die Menschen über Generationen hinweg beschäftigen.

Und doch berührt uns nicht jede Geschichte gleichermaßen.

Vielleicht bleibt eine einzelne Figur in Erinnerung. Vielleicht stößt uns ein Verhalten ab. Vielleicht fühlen wir uns einem vermeintlichen Nebencharakter näher als dem Helden. Ein bestimmter Ort erscheint vertraut, ein Satz lässt uns nicht los oder ein Ende fühlt sich auf unerklärliche Weise richtig oder falsch an.

Gerade diese persönliche Resonanz ist interessant. Denn wir begegnen einer Geschichte nicht voraussetzungslos. Wir bringen unsere Erfahrungen, Beziehungen, Werte, Ängste, Wünsche und die Vorstellungen mit, die wir im Laufe unseres Lebens entwickelt haben.

Eine Geschichte kann dadurch zu einem Spiegel werden. Nicht weil sie uns sagt, wer wir sind, sondern weil unsere Reaktion auf sie etwas darüber erzählen kann, wie wir unsere Welt wahrnehmen und warum wir sie so wahrnehmen.

Die Themenaufstellung gibt dieser Begegnung einen Raum. Was in einer Geschichte zunächst außerhalb von uns liegt, kann betrachtet, erlebt und mit der eigenen Lebensgeschichte in Beziehung gesetzt werden. Auf diese Weise können sowohl die Ursprünge eigener Gefühle als auch die Vorstellungen und Überzeugungen sichtbar werden, aus denen wir unser Denken und Handeln entwickeln.


Aufregend hilf - reich !

Alkohol, Drogen und Unterkunft während des Seminarzeitraums

Alkohol und andere Drogen sind während der Zeit des Aufstellungswochenendes nicht geduldet.
Die Unterkunft wird von uns nicht organisiert. Bitte melden Sie sich selbst am jeweils angegebenen Seminarort an.

* Bei Übernachtung im „Anders-Hotel“ bietet das Hotel einen Bonus für TN der Aufstellungen an

(bitte geben Sie bei Buchung den Hinweis, dass Sie zur Themenaufstellung kommen.)

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet eine Themenaufstellung von einer Familienaufstellung?
Eine Themenaufstellung nimmt eine Geschichte, ein Märchen, eine Figur oder ein anderes Motiv zum Ausgangspunkt und fragt danach, was die persönliche Reaktion darauf über die eigene Lebenswelt sichtbar machen kann.
Beim Familienstellen steht ein konkretes persönliches Anliegen und dessen möglicher Zusammenhang mit Beziehungen und Bindungen innerhalb eines Systems im Mittelpunkt.


Muss ich Märchen kennen?
Nein. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.


Warum können Märchen aufgestellt werden?
Märchen erzählen in Bildern von menschlichen Erfahrungen und Konflikten. Diese Bilder können auch heute noch persönliche Themen berühren.


Können auch andere Themen aufgestellt werden?
Ja. Neben Märchen können beispielsweise Namen, Orte, Berufe, Geld, Häuser oder andere Fragestellungen zum Gegenstand einer Aufstellung werden.


Muss ich an Symbolik glauben?
Nein. Entscheidend ist nicht ein bestimmtes Weltbild, sondern die persönliche Erfahrung während der Aufstellung.

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